ID 427
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ノヴァーリス ノ シゲキ リロン ジュヨウ ニオケル セイリガク ヨウゴ ノ シヨウ ニツイテ : シェリング トノ ヒカク ニオイテ
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Uber die physiologische Terminologie von Novalis bei der Rezeption der Erregungstheorie : im Vergleich mit der von Schelling
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Departmental Bulletin Paper
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Die Erregungstheorie oder Brownianismus ist eines der wichtigsten Objekte der wissenschaftlichen Studien von Novalis. Es ist schwierig, ihre synonymischen Begriffe, d. h. Erregbarkeit, Reizbarkeit und Irritabilitat zu unterscheiden oder zu identifizieren. Die vorliegende Arbeit untersucht zunachst die Begriffe bei den wichtigen Physiologen und Medizinern im 18. Jahrhundert nach der sekundaren Literatur, dann die in den naturphilosophischen Schriften von Schelling und schlieβlich die in den Aufzeichnungen von Novalis. Der Uberblick uber die Begriffsgeschichte zeigt verschiedene Auffassungen je nach dem Autor. A. v. Haller unterscheidet zwischen der Reizbarkeit (Irritabilitat) als dem Vermogen der Muskelfaser, auf Reize mit Kontraktionen zu reagieren, und der Sensibilitat als dem der Nerven, nach Reizen eine Empfindung im Gehirn hervorzurufen. Browns incitabilitas (Erregbarkeit usw. als deutsche Ubersetzung) konnte man sowohl fur ein Vermogen der Nerven als auch fur eine aufbrauchbare Groβe halten, deren Verhaltnis zu Reizen Gesundheit oder (sthenische und asthenische) Krankheiten bestimmt. Nach den ersten Rezipienten des Brownianismus in Deutschland bildet Roschlaub die Lehre zu der sogennanten Erregungstheorie um. Darin verbindet er unter dem Einfluss Kielmeyers das Begriffspaar (Irritabilitat und Sensibilitat) mit der Erregbarkeit Browns als einem synthetischen Begriff. Im Anschluss an Roschlaub ordnet Schelling der Erregbarkeit das Begriffspaar unter, und setzt die Irritabilitat (mit der Kapazitaet fur Sauerstoff) und die Sensibilitat in ein umgekehrtes Verhaltnis. Des weiteren wurdigt er besonders in 'Erster Entwurf eines Systems der Naturphilosophie' die Sensibilitat als den Lebensquell, der den Organismus von dem allgemeinen Mechanismus der Natur befreit. Novalis nimmt auch die eben genannten Beziehungen der Begriffe auf. Dabei schwankt die Bedeutung der Reizbarkeit: in den vor Herbst 1798 entstandenen Aufzeichnungen kann man sie meistens mit der Erregbarkeit Browns identifizieren, hingegen in den spateren mit der Irritabilitat als Gegensatz zur Sensibilitat. Er kritisiert durchaus das Mechanistische der Lehre Browns, obwohl ihm die Konsequenz und die Einfachheit der Theorie und die kuhne Behauptungsweise sympathisch ist. Uber Schelling schatzt er die Sensibilitat als das menschliche Vermogen, das die Moglichkeit der Freiheit, der Willkur und der Steigerung zur hoheren Stufe garantiert.
Journal Title
言語文化研究
ISSN
13405632
NCID
AN10436724
Volume
8
Start Page
77
End Page
103
Sort Key
77
Published Date
2001-02-20
Remark
公開日:2010年1月24日で登録したコンテンツは、国立情報学研究所において電子化したものです。
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jpn
departments
Integrated Arts and Sciences